Sensorspulen / induktive Sensoren

Individuelle / kundenspezifische Sensorspulen / induktive Sensoren

Funktion

Sensorspulen (auch Magnetsensoren oder induktive Sensoren genannt) sind Spulen, die in Sensoren zur Erfassung physikalischer Größen eingesetzt werden.
In einem passiven Sensor wird durch ein sich änderndes Magnetfeld eine Spannung induziert (erzeugt). Das Erreger-Magnetfeld kann ein Dauermagnet oder auch eine andere Spule (Magnetspule) sein. Die im Sensor erzeugt Spannung wird durch geeignete Auswerteelektroniken erfasst und kann gemessen werden oder Aktionen jedweder Art auslösen. Das Magnetfeld kann durch Änderung des Relativ-Abstandes und -Geschwindigkeit zwischen Sensor und Magnetfeld oder durch die Änderung der Magnetstärke den Sensor beeinflussen.

Aktive Sensoren erzeugen selbst ein Magnetfeld, dessen Stärke oder Ausrichtung durch die Änderung der Permeabilität (magnetische Leitfähigkeit) der Umgebung verändert wird. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die Erregerleistung der Spule, die durch geeignete Geräte detektiert und ausgewertet wird.

Es gibt auch Kombinationen mit mehreren Spulen, in denen ein Teil der Spulen als Sende- bzw. Magnetfeld-erzeugende Spule, der andere Teil als Empfänger oder Sensorspule wirkt. Das dazwischenliegende Magnetfeld wird durch verschiedene Arten beeinflusst. (z. B. Änderung von Material, Anordnung der Spulen zueinander, Relativgeschwindigkeiten).
 

Anwendungsfelder

Verbreitete Anwendungen für induktive Sensoren sind z. B.

  • Abstandsmessungen
  • Schichtdickenmessungen
  • Positionsmessung en
  • Impulszähler 

Technische Ausführung

Unsere Sensorspulen werden in verschiedenen Bauformen gefertigt – von klassischen Spulen, eingeklebt in Ferrit-Halbschalen bis hin zu Mikrospulen in Backlacktechnik für miniaturisierte Bauraum-Konzepte. Die Herstellung erfolgt mit modernen Maschinen (teils automatisiert), die eine reproduzierbare Wiederauflage gestatten.

Jede Spule wird auf Funktion geprüft, um konstante Qualität und langfristige Stabilität sicherzustellen. Auf Wunsch wird zu jeder Spulencharge ein detailliertes Meßprotokoll mitgeliefert, dass die für die Weiterverarbeitung der Spulen relevante Meßparameter enthält. Gebräuchlich sind dies die Induktivität der Spule und der elektrische Widerstand der Wicklung.

Befestigung und Kontaktierung

Je nach Anforderung der Weiterverarbeitung werden unsere Spulen in das Sensorgehäuse eingebaut bzw. mit Magnetkernen versehen. Die Kontaktierung erfolgt oft direkt über die Wicklungsenden. Dabei werden die Drahtenden der Sensorspulen frei ausgeführt, abisoliert und verzinnt, damit die Enden direkt z. B. auf die Platine der Auswertelektronik gelötet werden können.

Ihre Ansprechpartner

Induktivitäten

Martin Diedler
Anwendungs­technik

Tel. +49 8564 96299-26
m.diedler@weiss-trafo.de

Josef Stöttner
Anwendungs­technik

Tel. +49 8564 96299-28
stoettner@weiss-trafo.de