Antennenspulen

Antennenspulen für Hochfrequenz

Funktion

Antennenspulen sind speziell für Hochfrequenz ausgelegt Spulen, die in Sende- und Empfangsanlagen der verschiedensten Bereiche eingesetzt werden. Z. B. für Rundfunk- und Fernsehsender, Telemetriesender, Radarstationen, öffentliche und nichtöffentliche Funkanlagen. In Verbindung mit einem Kondensator (Kapazität) dient die Spule mit ihrer definierten Induktivität zur präzisen Frequenzanpassung der Antenne.

Es kommen Spulen mit und ohne Kern zum Einsatz. Bei Spulen mit veränderlichen Kern ermöglicht die damit veränderbare Induktivität eine Kompensation eventueller Bauteiltoleranzen des Gerätes. Transponderspulen für RFID-Anwendungen (Radio Frequency Identification) ergänzen das Portfolio.

Technische Ausführung

Antennenspulen (HF-Spulen) für höhere Frequenzbereiche werden meist mit wenigen Windungen freitragend gewickelt. Dabei wird ein stabiler Kupferdraht verwendet, damit die Form der Spule (Länge und Durchmesser) unverändert bleibt, da jede Formänderung einen (meist negativen) Einfluß auf die Induktivität und damit auf die magnetischen und elektrischen Eigenschaften der Spule hat.

Bei Spulen mit höheren Windungszahlen für hohe Induktivitätswerte werden mit einer sogenannten HF-Litze gefertigt. Dies ist ein Kupferdrahtbündel, bestehend auf feinen, einzelnen isolierten Kupferlackdrähten, die zu einem Strang verseilt werden, um die innere Stromverdrängung, die bei hohen Frequenzen in den Leitern auftreten, zu kompensieren, bzw. zu vermeiden (Skin-Effekt).

Diese Art der Spulen werden auf eigens angefertigte Spulenkörper gewickelt.

Backlackdraht wird sehr oft bei Transponder-Spulen ohne Spulenkörper verwendet, um möglichst kleine Abmessungen zu erhalten.

Befestigung und Kontaktierung

Freitragende Antennenspulen (z. B. für Kurzwellen- oder UKW-Geräte) werden direkt in die Leiterplatte ein- bzw. - als SMD-Version- aufgelötet.

Spulen auf Spulenträger werden meist über am Spulenkörper eingearbeitete Stifte kontaktiert.

Eine dritte Möglichkeit ist die Drahtenden der Spulen auf der Leiterplatte zu verlöten oder daran weiterführende Litzen anzuschlagen, die zu den entsprechenden Anschlüssen des Gerätes führen.

Gerade bei Spulen für hohe Frequenzen ist eine optimale, niederohmige Kontaktierung unerlässlich, um Verluste oder Reflexionen der eingehenden und abzustrahlenden Wellen zu vermeiden.

Wie jedes Produkt aus unserem Hause werden auch Antennenspulen (meist nach Vorgaben unserer Kunden) geprüft, um konstante Induktivität, formgenaue Größen und optimale Funktion sicherzustellen.

Ihre Ansprechpartner

Induktivitäten

Martin Diedler
Anwendungs­technik

Tel. +49 8564 96299-26
m.diedler@weiss-trafo.de

Pavel Geier
Anwendungs­technik

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geier@weiss-trafo.de